Die NAJU steht für eine lebendige Demokratie, kulturelle, ethnische und sexuelle Vielfalt sowie Glaubensfreiheit. In ihr sind alle Menschen willkommen, unabhängig von Herkunft, Glauben, Nationalität, sexueller Identität sowie körperlicher oder geistiger Behinderung. Dieses Wertegerüst ist nicht nur im Positionspapier zur Demokratie und Vielfalt verankert. Es ist auch Bestandteil der NAJU-Satzung.
Die NAJU ist überparteilich, aber wertegebunden. Wertegebunden und nicht staatstragend zu sein, hat die NAJU nicht zuletzt aus der eigenen Verbandsgeschichte gelernt. Für die NAJU bilden die Werte einer offenen, pluralen und demokratischen Gesellschaft das Fundament ihrer Arbeit als aktiver Teil der Zivilgesellschaft. Sie steht für einen aufgeklärten und demokratischen Naturschutz. Rechtspopulistischen oder rechtsextremen Aktivitäten und Einflussnahmen steht die NAJU damit nicht gleichgültig gegenüber. Sie stellt sich ihnen aus demokratiepolitischer Überzeugung entgegen.
Mit dem Ziel, für die Gefahren antidemokratischer Interventionen zu sensibilisieren und widerstandsfähige Strategien zu vermitteln, haben sich FARN, Naturfreundejugend, BUNDjugend und NAJU in dem Projekt „Jugendverbände für Demokratie im Umweltschutz“
zusammengeschlossen. Angesichts der Klimakrise und zunehmender rechtsextremer Einflussversuche sollen junge Menschen als wichtige Akteur*innen im Umweltschutz gestärkt und das Bewusstsein für demokratische Werte und Natur- und Umweltschutz weiter gefördert werden. Wesentlicher Bestandteil des Projektes ist die Ausbildung von Multiplikator*innen.
Das Projekt „Kein Blattbreit der Rechten – Verbandliche Stärkung der Prävention gegen rechte Interventionen“ hatte zum Ziel, die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rechtspopulismus und den Zusammenhang zum Umwelt- und Naturschutz stärker in den Verband zu tragen und zu sensibilisieren. Neben dem Aufbau des „Netzwerks gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus“ ist u.a. eine Reihe verschiedener Bildungsmaterialien sowie eine Studie entstanden.
Naturschutz und extrem rechte Ideologien haben in Deutschland in Teilen eine lange gemeinsame Geschichte. Diese macht auch vor Auschwitz nicht halt. Während Auschwitz-Birkenau ein Ort menschlicher Vernichtung war, fanden zugleich Kartierungen und ornithologische Beobachtungen statt, wurden Pläne zur Begrünung von Auschwitz und der Errichtung einer Musterstadt erstellt. Die Gedenkstättenfahrt dient dazu, sich mit Geschichte des Konzentrationslagers auseinanderzusetzen, erweitert um die Perspektive des (braunen) Naturschutzes.
Das Netzwerk gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus steht beratend zum Thema Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Naturschutz zur Seite, kann bei Vorfällen im Verband kontaktiert und für Veranstaltungen angefragt werden. Das Netzwerk besteht aus geschulten NAJU- und NABU-Aktiven aus verschiedensten Landesverbänden. Neue Mitglieder sind willkommen.
Hast du Fragen? Dann wende dich an Karoline.Kraft@NAJU.de.
© Bildnachweis für Foto im Header: Unsplash | Dim Hou